Über mich

Ich bin Klinische Psychologin und Gesundheitspsychologin (eingetragen in die Liste des Bundesministeriums für Gesundheit Österreich seit 2004) sowie Supervisorin & Coach (ÖVS). Auch habe ich ein Studium der Pädagogik (Bildungswissenschaften) absolviert. Studiert habe ich am zweiten Bildungsweg, nach erfolgreich abgelegten Studienberechtigungsprüfungen, in Wien und vor allem in Innsbruck.

Zwanzig Jahre lang war ich auch selbst im in- und ausländischen Hochschulsektor lehrend sowie forschend tätig, zunächst an der Universität Innsbruck, dann an einer Hochschule im deutschen Bundesland Hessen und zuletzt viele Jahre als Professorin für Psychologie – Organisations­psycho­logie, Kommunikationspsychologie und Psychologie der Essstörungen – an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften im deutschen Nordrhein-Westfalen. In diesen beiden Jahrzehnten war es mir eine Freude, insgesamt mehrere tausend Studierende der Studienrichtungen Psychologie, Soziale Arbeit, Kulturpädagogik, Psychosoziale Arbeit & Mediation, Ökotrophologie, Hospitality Services & Tourismus sowie Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften zu unterrichten und ihnen psychologisches Fachwissen für ihre künftigen Berufe zu vermitteln.

Einer meiner Schwerpunkte in Lehre und Forschung lag beim Thema Essstörungen, woraus unter anderem zwei Bücher entstanden:

Anorexia nervosa und subjektive Krankheitstheorien

Rettenwander, A. (2007): Magersucht – Einsichten und Auswege. Berlin: Verlag Dr. Köster.

Ein anderer Fokus lag in der Erforschung kreativer und künstlerischer Prozesse, gemeinsam mit der von mir damals gegründeten Forschungsgruppe Subjektive Theorien: Erleben – Erkennen – Gestalten an der Universität Innsbruck:

➚ Gestalten und Problemlösen

➚ Idee – Experiment – Strukturierung – Realisierung

Für meine Forschungsarbeiten habe ich einige Preise, Auszeichnungen und Förderungen erhalten, beispielsweise einen Nachwuchspreis der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck, einen Preis der Dkfm. Dr. Maria Schaumayer Stiftung Wien und eine Forschungsförderung des Österreichischen Bundesministeriums für Wissenschaft sowie der Universität Innsbruck, für mein Forschungsprojekt zum Thema Subjektive Theorien über künstlerisches Gestalten.

Bereits gegen Ende meines Studiums wurde ich von der Österreichischen Alpenvereinsjugend damit betraut, eine Literaturstudie zum Thema Risiko und Extremsport zu verfassen, eine Arbeit, an die ich gerne zurückdenke, da es mein erster Auftrag als Psychologin war: Risiko & Extremsport.pdf

Auch habe ich mich als Vertretungsprofessorin an der Hochschule Darmstadt u.a. mit psychosozialen Belastungen am Arbeitsplatz beschäftigt:

➚ Psychosoziale Belastungen am Arbeitsplatz

Meine Lehrtätigkeit in der Studienrichtung Psychologie wurde an der Universität Innsbruck im Jahr 2008 mit einem Preis für herausragende Lehre ausgezeichnet und im Jahr 2010 erfolgte eine neuerliche Nominierung für diesen Preis. Ich erinnere mich sehr gerne an die Studierenden, die studentischen Mitarbeitenden und unsere gemeinsame Arbeit.

In meiner Praxis erlebe ich es als sehr schön und abwechslungsreich, Menschen mit verschiedensten Hintergründen und aus verschiedensten Bereichen im Einzelsetting zu beraten. Mein Ansatz ist ressourcenorientiert, unter Einbeziehung personenzentrierter und systemischer Sichtweisen.

Neben meiner Arbeit als Psychologin beschäftige ich mich seit meiner Jugend intensiv mit Malerei, Grafik und Oper bzw. Liedgesang. Eine abgeschlossene künstlerische Ausbildung in Bereich Glasgestaltung (an der Glasfachschule Kramsach/Tirol) sowie eine klassische Gesangsausbildung in Wien (u.a. bei Kammersänger Prof. Walter Berry und beim georgisch-österreichischen Tenor Simon Bagdadishvili), gaben mir besondere Einblicke, die mir heute beim Coaching von Musik- und Kunstschaffenden sehr hilfreich sind. Als Grafikerin war ich ab 1990 unter anderem für den Verein Netzwerk Essstörungen Innsbruck tätig, der bis heute Teile einer meiner Zeichnungen u.a. in seinem Logo verwendet.

Tonbeispiel (© Annemarie Rettenwander):

Wolfgang Amadeus Mozart (KV 339): Laudate Domium
Gesang: Annemarie Rettenwander, Klavier: Jan Aarsen, Tonaufnahme: Bernhard Schmid (1999)

Aus erhaltenen Zitronen habe ich, um ein bekanntes Sprichwort zu zitieren, meistens versucht Limonade zu machen. Diese Lebenseinstellung möchte ich auch meinen Klienten und Klientinnen nahebringen.

Prof. Dr. Dr. Annemarie Rettenwander
Foto: © Annemarie Rettenwander